Erdmandelgras – eine ernste Bedrohung, die wir von unseren Feldern fernhalten möchten


Liebe Verpächterinnen und Verpächter und Partnerbetriebe

Ein herzliches Dankeschön an euch alle. Euer Vertrauen ist die Grundlage unserer Arbeit – und genau deshalb nehmen wir unsere Verantwortung für eure Flächen sehr ernst.

Ein aktuelles Thema, das uns stark beschäftigt: Erdmandelgras (Cyperus esculentus).

Was ist Erdmandelgras?

Ursprünglich aus Ostafrika stammend, zählt dieses Sauergras heute zu den 20 gefährlichsten Unkräutern weltweit. Bundesweit sind bereits rund 300.000 Hektar Ackerfläche befallen, davon 250.000 ha allein in Niedersachsen – mit stark steigender Tendenz. Besonders der feuchte Jahreswechsel 2023/2024 begünstigte die Ausbreitung, auch in der Schweiz. Agrarheute

Die Keimfähigkeit der Erdmandeln im Boden ist über mehrere Jahrzehnte gegeben Landwirtschaftskammer Niedersachsen – einmal etabliert, ist die Pflanze kaum mehr loszuwerden.

Warum ist es so gefährlich?

Eine einzige Pflanze bildet über unterirdische Triebe bis zu 700 Tochter-Erdmandeln – die sind kaum von normalen Erdpartikeln zu unterscheiden und werden in Traktorprofilen, Grubbern und anderen Geräten von Feld zu Feld verschleppt. Agrarheute

Oft wird Erdmandelgras nach einem Erstbefall im ersten Jahr nicht erkannt. Die Bodenbearbeitung mit Grubber oder Kreiselegge kann die Erdmandeln bis zu 50 Meter in die Fläche verschleppen. Agrarheute

Auch über Wasserwege verbreiten sich die Mandeln schwimmend und keimen am Ufer oder in Überschwemmungsgebieten aus. Agrarheute

Auf unseren Feldern bisher kein Befall – das soll so bleiben.

Wir haben Erdmandelgras auf unseren Flächen bis heute nicht gesehen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Vorbeugung. Im Bioanbau haben wir keine Möglichkeit, auf chemische Notfallmittel zurückzugreifen – auch mit Spezialherbiziden lässt sich nur der aktuelle Status auf der Fläche halten, eine dauerhafte Bekämpfung ist nicht möglich. Agrarheute Prävention ist deshalb für uns das einzige Mittel.

Unsere Massnahmen:

  1. Mitarbeiterschulung – Alle auf dem Betrieb kennen das Aussehen, die Biologie und die Gefahr von Erdmandelgras.
  2. Kein Lohnmaschinenverkehr mehr – Fremde Maschinen sind ein zentrales Eintragsrisiko. Wir verzichten konsequent darauf.
  3. Eigener Maschinenpark – Unsere Geräte bleiben auf unseren Flächen.
  4. Regelmässige Feldkontrollen – Wir kennen unsere Flächen genau und erkennen Veränderungen frühzeitig.

Gemeinsam schützen wir eure Flächen.

Wer einen verdächtigen Bestand entdeckt – der Stängel ist dreikantig, die Blätter hellgrün und v-förmig, die Pflanzen werden 40 bis 70 cm hoch Agrarheute – meldet sich bitte sofort bei uns. Je früher, desto besser.

Danke für euer Vertrauen. Wir tun alles, um es zu rechtfertigen.

Euer Team vom Biohof Mädertal


Erfahrungen und Bilder aus dem Jahr 2025

Mit viel Begeisterung blicken wir auf das Jahr 2025 und den Kurstag der Regenerativ-Gruppe Schweiz zurück – ein Tag voller Wissen, Austausch und positiver Eindrücke!

Simon Jöhr beurteilt unseren Boden – es liegen zwei Proben zum Vergelich vor ihm.
Ein sehr schönes Beispiel von Leguminosenpflanzen, die dank den Knöllchenbakterinen (hier rosa) Stickstoff aus der Luft in den Boden einbinden und wieder für Pflanzen verfügbar machen können.

Simon Jöhr hat unseren Boden unter die Lupe genommen und seine Expertise mit uns geteilt. Es war faszinierend zu sehen, wie präzise er die Bodenqualität beurteilt hat. Das Ergebnis? Ein krümeliger, herrlich duftender Boden in einer satten, gesunden Farbe – genau so, wie ein vitaler Boden aussehen sollte! Auch dank des Einsatzes von EM, insbesondere dem Bodenfit der EM-Schweiz AG, das unseren Boden nachhaltig stärkt.

Es ist immer wieder eine Freude zu erleben, welche Vielfalt an Farben, Formen und Geschmäckern aus diesem Boden hervorgeht. Diese Lebendigkeit bestärkt uns in der Überzeugung, dass wir mit unserem regenerativen Anbausystem auch in Zukunft hochwertige, nachhaltige Lebensmittel produzieren können.

Jeder Einkauf bei uns ist wie ein Stimmzettel für eine nachhaltige Landwirtschaft – herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung! Gemeinsam gestalten wir eine Zukunft, in der gesunde Böden und köstliche Lebensmittel Hand in Hand gehen.

Impressionen aus dem Jahr 2025:

Feldfrisches Gemüse auch im Winter, aber chalt ischäs gsi 😉 07.01.2025
Frische Radieschen – welch schöner Anblick 😉 10.03.2025
Schnittfrischer Kresse im Keimblattsstatium am 19.03.2025
Erster frischer Salat der Saison 24.03.2025
Jetzt kommen die Kartoffeln in den Boden 05.04.2025
Unser Birnenbaum in voller Blüte 22.04.2025
Hier werden später Karotten gesät. Diese Gründüngung wird eingearbeitet, somit entsteht ein sehr guter Boden. 28.04.2025
Die kleinen feinen Peperonipflanzen wurden eben gepflantzt. 08.05.2025
Gerade werden Karotten gesät. 16.05.2025
Da wir im Bio 100% auf Herbizid verzichten, hacken wir die Kulturen. Hier mit der Gänsefussschar und der Fingerhacke. 19.05.2025
Die Tomaten im vollem Wachstum. 30.05.2025
Wir machen Nützlingsstreifen in den Gemüsekuluren, hier zwischen den Zwiebeln und Sellerie um Insekten anzulocken, die wiederum auf die Schädlilnge losgehen. .
Auf diesem Beet wächst später unser Salat. 07.08.2025
Wir ernten Zwiebeln am 26.08.2025.
Unser Chinakohlfeld am 05.09.2025
Erntezeit für Kabis. 02.10.2025

Und schon geht es wieder los mit dem Pflanzen des Knoblauches.

Perfekte Bediungen für das Pflanzen des Knoblauches am 14.10.2025 den wir dann wieder im Frühling ernten werden.

Die letzten Biokartoffeln sind verkauft

Liebe Kartoffelfreunde,

wir haben eine Nachricht für euch: Unsere letzten Biokartoffeln sind nun verkauft! Es war ein besonderes Jahr für uns, und wir möchten euch gerne ein bisschen mitnehmen in unsere Welt als Bio-Bauern.

Letztes Jahr hat uns das Wetter ganz schön herausgefordert. Viel Regen und schlechte Bedingungen haben dazu geführt, dass wir einen grossen Ernteausfall hatten – etwa 50 % unseres Ertrags sind leider verloren gegangen. Besonders im Bioanbau war das ein Problem, denn der viele Regen hat nicht nur das Wachstum beeinträchtigt, sondern auch Kraut- und Knollenfäule. Das hat uns wirklich Kopfzerbrechen bereitet.

Aber: Wir geben nicht auf! Für die Zukunft haben wir uns überlegt, wie wir besser gewappnet sein können. Ab diesem Jahr setzen wir auf resistente Kartoffelsorten, die robuster gegenüber solchen Krankheiten sind. Das ist ein grosser Schritt für uns, und wir hoffen, damit wieder zuverlässiger unsere geliebten Biokartoffeln anbieten zu können.

Trotzdem stehen wir gerade vor einer kleinen Veränderung: Da unsere Biokartoffeln jetzt ausverkauft sind, müssen wir vorübergehend auf konventionelle Kartoffeln umsteigen. Wir hoffen, dass ihr dafür Verständnis habt. Es ist uns unglaublich wichtig, euch mit guten Produkten zu versorgen – und genauso wichtig ist uns eine offene Kommunikation mit euch. Wenn ihr keine konventionellen Kartoffeln möchtet, schreibt uns bitte einfach. Wir nehmen eure Wünsche ernst und freuen uns über jedes Feedback!

Unsere Leidenschaft bleibt unverändert: Wir pflegen unsere Felder mit viel Liebe und Sorgfalt, denn uns liegt es am Herzen, euch das Beste anzubieten. Danke, dass ihr uns auf diesem Weg begleitet – wir freuen uns auf die kommende Saison und darauf, gemeinsam mit euch weiterzumachen!

Herzliche Grüsse, Ihr Bio HofMädertal-Team

Blattläuse und Nitrat: Ein tieferer Blick auf die Zusammenhänge

In einem kürzlich besuchten Onlinevortrag von Ingrid Hörner wurde ein faszinierender Zusammenhang zwischen Blattläusen und einem übermäßigen Nitratgehalt in Pflanzen erläutert. Das Thema wurde durch ein anschauliches Diagramm untermauert, das nun genauer analysiert werden kann. Dieses Bild bietet wertvolle Einblicke in die komplexen Wechselwirkungen zwischen Pflanzengesundheit, Nährstoffgehalt und Schädlingsbefall.

(Quelle: Ingrid Hörner, aus dem Vortrag Pflanzengesundheit verstehen, messen und fördern)

Analyse des Diagramms

Das Diagramm ist klar strukturiert und zeigt den Kausalitätsfluss, der Blattläuse mit einem hohen Nitratgehalt verbindet. Hier die zentralen Punkte:

  1. Ausgangspunkt: Hoher Nitratgehalt
    Der Prozess beginnt mit einem Nitratgehalt von über 55 % im Gesamt-Stickstoff (Gesamt-N) des Pflanzensafts. Dies wird als kritische Schwelle betrachtet, die das Gleichgewicht stört.
  2. Hemmung der Kupferaufnahme
    Ein übermäßiger Nitratgehalt führt zu einer Hemmung der Kupferaufnahme durch die Pflanze. Kupfer ist essenziell für zahlreiche physiologische Prozesse, und dessen Mangel schwächt die Pflanze.
  3. Gestörte Proteinsynthese und Ethanol
    Die gestörte Kupferaufnahme führt zu einer beeinträchtigten Proteinsynthese, was die Pflanze krank macht. Parallel dazu entsteht Ethanol, möglicherweise als Nebenprodukt des gestörten Stoffwechsels, was die Situation weiter verschärft.
  4. Ammonium und verändertes Wellenspektrum
    Ammonium, ein weiteres Nebenprodukt, tritt auf und verändert das Wellenspektrum der Pflanze. Dies macht sie für Insekten wahrnehmbarer, da ihre „Antennen“ (Fühler) das veränderte Spektrum erkennen können.
  5. Anziehung von Insekten und Blattläusen
    Krankhafte Pflanzen werden von Insekten, insbesondere Blattläusen, gezielt aufgesucht. Die Blattläuse profitieren von dem nährstoffreichen, aber unausgeglichenen Pflanzensaft.
  6. Mangel an essentiellen Nährstoffen
    Schließlich zeigen die betroffenen Pflanzen einen Mangel an Calcium (Ca), Phosphor (P) und Eisen/Kupfer (Fe/Cu), was ihren Zustand weiter verschlechtert und sie anfälliger für weitere Schädlingsbefälle macht.

Das Diagramm wird durch ein Foto ergänzt, das eine betroffene Pflanze in einem Feld zeigt – ein anschauliches Beispiel für die realen Auswirkungen dieses Prozesses.

Was bedeutet das für die Praxis?

Ingrid Hörner betonte, dass ein hoher Nitratgehalt nicht nur die Pflanzengesundheit beeinträchtigt, sondern auch indirekt Blattlausplagen fördert. Die Analyse des Diagramms zeigt, wie ein Ungleichgewicht in der Düngung (insbesondere Stickstoff) einen Dominoeffekt auslöst. Praktische Maßnahmen könnten sein:

  • Regelmäßige Überprüfung des Nitratgehalts im Boden und Pflanzensaft.
  • Reduzierung von stickstoffreichen Düngemitteln, um die Schwelle von 55 % nicht zu überschreiten.
  • Ergänzung mit Kupfer-haltigen Düngern, um die Aufnahme zu unterstützen.

Fazit

Das von Hörner präsentierte Diagramm ist ein beeindruckendes Werkzeug, um die Zusammenhänge zwischen Nitrat, Pflanzenkrankheiten und Blattläusen verständlich zu machen. Es verdeutlicht, dass ein nachhaltiger Umgang mit Düngemitteln entscheidend ist, um Schädlingsbefall zu minimieren. Die visuelle Darstellung mit den roten Pfeilen und gelben Feldern unterstreicht die Kette der Ereignisse eindrucksvoll. Für Gärtner und Landwirte ist dies ein klarer Aufruf, die Nährstoffversorgung ihrer Pflanzen gezielter zu managen, um gesunde Ernten zu sichern.

(Hinweis: dieser Beitrag wurde mit grok.com erstellt.)

Lagerkartoffelqualität

Leider hatte die Qualität unserer Lagerkartoffeln rapide abgenommen und wir haben entsprechend viele Feedbacks dafür bekommen – vielen Dank dafür und vielen Dank für das Verständnis. Wir haben uns daher entschieden die restlichen rund 5 Tonnen nicht mehr zu verkaufen – unsere Kühe haben Freude daran. Unser Kollege Matthias Ruoss aus Hüttwilen hat sich auf den Anbau Frühkartoffeln spezialisiert. Wir dürfen nun Kartoffeln von ihm haben.

Darum frisch und unverarbeitet

Der K-Tipp (22.05.2024) hat rund 20 Fertig-Salatmischungen testen lassen. Davon waren gerade vier hygienisch einwandfrei. Daher unser Tipp: frisch und unverbeitet.

Wir lassen regelmässig unsere Produkte im Labor (Bamos AG, Bazenheid) testen. Trotz sorgfältigem Arbeiten und regelmässiger Kontrolle durch das Lebensmittelinspektorat, kann sich doch mal etwas einschleichen, lassen Sie es uns wissen, wenn Ihnen etwas auffällt. Vielen Dank

Wir machen Ferien!

Vorab möchten wir uns herzlich für Ihr Vertrauen bedanken! Wöchentlich geben wir uns grosse Mühe eine schöne und saisonale Gemüsebox zu liefern.

Die Planungen für das Folgejahr werden langsam abgeschlossen. Sollten Sie noch gute Ideen, Verbesserungswünsche oder andere Vorschläge haben, nehmen wir diese gerne auf! Schreiben Sie uns ein Feedback in der App.

Nun möchten wir unseren geschätzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Weihnachtszeit frei geben. Daher machen wir in der KW 52, also vom 25. – 31. 12. 2023, eine Woche Ferien. Es werden keine SaisonBoxen ausgeliefert.

Natürlich bleibt der Hofladen mit frischem Gemüse offen!

Öffnungszeiten: Mo-So von 08:00 – 21:00 Uhr

Herzlichen Dank und eine schöne und erholsame Weihnachtszeit!

Liebe Grüsse

Sonja & Markus und das ganze Team vom Bio HofMädertal!  

Dringend gesucht: Neue Absatzkanäle für unsere köstlichen Tomaten!

Wir, das Team von Bio HofMädertal, suchen dringend neue Absatzmöglichkeiten für unsere frischen und nachhaltig angebauten Bio Tomaten. Gerade jetzt, während der Tomatensaison, ist die Qualität unserer Produkte auf dem Höhepunkt und wir erleben gerade eine Tomatenschwemme.

Wenn Sie ein Geschäft, Restaurant oder Bio-Markt besitzen oder frische Lebensmittel vertreiben, bieten wir attraktive Konditionen. Unsere Tomaten werden Ihre Kunden begeistern und ihre Speisekarten bereichern.

Zögern Sie nicht länger und nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Gemeinsam können wir die regionale Landwirtschaft unterstützen und für unvergessliche Geschmackserlebnisse sorgen!

Tomaten: Ab 10kg 20% Rabatt
Auberginen: ab 10 kg 20% Rabatt
Zucchetti: ab 10 kg 20% Rabatt

Bestellungen können via WhatsApp an die Nummer 071 385 19 20 gerichtet werden.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! 🙂

Kalter, nasser Frühling 2023

Liebe Kundinnen und Kunden

Der Frühling dieses Jahres lässt einiges zu Wünschen übrig. Die kalten Temperaturen sorgten für geringe Aktivität des Mikrobioms (Bodenleben), was Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen hatte und hat. Dazu kamen die langen Nass-Perioden, auf Grund diesen konnten wir nicht in die Felder fahren. Beispielsweise pflanzten wir die Kartoffeln im Jahr 2022 bereits im März, in diesem Jahr hingegen, setzten wir die letzten Kartoffeln erst Ende Mai. Weiter kommt dazu, dass auch unser Pflanzgutlieferant Schwierigkeiten mit der Qualität hatte.

Nun dann – täglich geben wir unser Bestes, Ihnen frische, schmackhafte und schöne Produkte zu liefern! Wir freuen uns auf die Tomaten, diese gedeihen bei diesen Temperaturen sehr schön.

Hiermit möchten wir uns für Ihre Kundentreue bedanken und freuen uns Sie auch in diesem Jahr weiterhin beliefern zu dürfen!

Herzlichen Dank

Sonja, Markus und Jean Bernhardsgrütter und das gesamte Team vom Bio HofMädertal