Erfahrungen und Bilder aus dem Jahr 2025

Mit viel Begeisterung blicken wir auf das Jahr 2025 und den Kurstag der Regenerativ-Gruppe Schweiz zurück – ein Tag voller Wissen, Austausch und positiver Eindrücke!

Simon Jöhr beurteilt unseren Boden – es liegen zwei Proben zum Vergelich vor ihm.
Ein sehr schönes Beispiel von Leguminosenpflanzen, die dank den Knöllchenbakterinen (hier rosa) Stickstoff aus der Luft in den Boden einbinden und wieder für Pflanzen verfügbar machen können.

Simon Jöhr hat unseren Boden unter die Lupe genommen und seine Expertise mit uns geteilt. Es war faszinierend zu sehen, wie präzise er die Bodenqualität beurteilt hat. Das Ergebnis? Ein krümeliger, herrlich duftender Boden in einer satten, gesunden Farbe – genau so, wie ein vitaler Boden aussehen sollte! Auch dank des Einsatzes von EM, insbesondere dem Bodenfit der EM-Schweiz AG, das unseren Boden nachhaltig stärkt.

Es ist immer wieder eine Freude zu erleben, welche Vielfalt an Farben, Formen und Geschmäckern aus diesem Boden hervorgeht. Diese Lebendigkeit bestärkt uns in der Überzeugung, dass wir mit unserem regenerativen Anbausystem auch in Zukunft hochwertige, nachhaltige Lebensmittel produzieren können.

Jeder Einkauf bei uns ist wie ein Stimmzettel für eine nachhaltige Landwirtschaft – herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung! Gemeinsam gestalten wir eine Zukunft, in der gesunde Böden und köstliche Lebensmittel Hand in Hand gehen.

Impressionen aus dem Jahr 2025:

Feldfrisches Gemüse auch im Winter, aber chalt ischäs gsi 😉 07.01.2025
Frische Radieschen – welch schöner Anblick 😉 10.03.2025
Schnittfrischer Kresse im Keimblattsstatium am 19.03.2025
Erster frischer Salat der Saison 24.03.2025
Jetzt kommen die Kartoffeln in den Boden 05.04.2025
Unser Birnenbaum in voller Blüte 22.04.2025
Hier werden später Karotten gesät. Diese Gründüngung wird eingearbeitet, somit entsteht ein sehr guter Boden. 28.04.2025
Die kleinen feinen Peperonipflanzen wurden eben gepflantzt. 08.05.2025
Gerade werden Karotten gesät. 16.05.2025
Da wir im Bio 100% auf Herbizid verzichten, hacken wir die Kulturen. Hier mit der Gänsefussschar und der Fingerhacke. 19.05.2025
Die Tomaten im vollem Wachstum. 30.05.2025
Wir machen Nützlingsstreifen in den Gemüsekuluren, hier zwischen den Zwiebeln und Sellerie um Insekten anzulocken, die wiederum auf die Schädlilnge losgehen. .
Auf diesem Beet wächst später unser Salat. 07.08.2025
Wir ernten Zwiebeln am 26.08.2025.
Unser Chinakohlfeld am 05.09.2025
Erntezeit für Kabis. 02.10.2025

Und schon geht es wieder los mit dem Pflanzen des Knoblauches.

Perfekte Bediungen für das Pflanzen des Knoblauches am 14.10.2025 den wir dann wieder im Frühling ernten werden.

Kalter, nasser Frühling 2023

Liebe Kundinnen und Kunden

Der Frühling dieses Jahres lässt einiges zu Wünschen übrig. Die kalten Temperaturen sorgten für geringe Aktivität des Mikrobioms (Bodenleben), was Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen hatte und hat. Dazu kamen die langen Nass-Perioden, auf Grund diesen konnten wir nicht in die Felder fahren. Beispielsweise pflanzten wir die Kartoffeln im Jahr 2022 bereits im März, in diesem Jahr hingegen, setzten wir die letzten Kartoffeln erst Ende Mai. Weiter kommt dazu, dass auch unser Pflanzgutlieferant Schwierigkeiten mit der Qualität hatte.

Nun dann – täglich geben wir unser Bestes, Ihnen frische, schmackhafte und schöne Produkte zu liefern! Wir freuen uns auf die Tomaten, diese gedeihen bei diesen Temperaturen sehr schön.

Hiermit möchten wir uns für Ihre Kundentreue bedanken und freuen uns Sie auch in diesem Jahr weiterhin beliefern zu dürfen!

Herzlichen Dank

Sonja, Markus und Jean Bernhardsgrütter und das gesamte Team vom Bio HofMädertal

Der Frühling 2023

Erklärung der Funktionsweise vom GeoHobel

2023

Die kalten Temperaturen und der nasse Frühling 2023 machte es extrem schwierig den Boden zu bearbeiten. Da die mikrobiellen Prozesse im Boden (also das Mikrobion/Bodenleben) erst ab einer Temperatur von 8 Grad beginnen zu laufen, funktionierten Flächenrotten nur langsam. Was im Gemüseanbau mit Terminpflanzung nicht zusammenpasst. Somit mussten wir teilweise in die Felder fahren als diese zu nass waren. Interessant ist hingegen, dass der Boden nach einer «Flächenrotte» die nur teilweise funktioniert hatte, trotzdem eine gute Struktur aufweist. Wir bleiben daran, werden aber vermutlich auch zukünftig nicht zu 100% auf den Pflug verzichten können (sehr frühe Kulturen). Wir werden sehen 😊

Insektensterben und was wir dagegen unternehmen

Seitdem ich das Buch «Die Stumme Erde» von Dave Goulson gelesen habe, ist mir (Markus Bernhardsgrütter) erst so richtig bewusst geworden, was wir Landwirte für eine grosse Verantwortung tragen. Unser tägliches Handeln, unsere strategischen Entscheide, unser Fahren über die Felder – alles hat grosse Auswirkungen auf Milliarden (in einer Hand guter Erde sind es 7-8 Milliarden) von Lebewesen.

Die Schweizer Landwirtschaft macht viel für die Biodiversität. Jeder Landwirt z.B. muss rund 7% seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche extensiv bewirtschaften. Mit dem späten Mähen ab dem 15. Juni, können sich Tiere vermehren und Pflanzen versamen. Leider verkommen so auch die Wiesen, wie wir bei unserer Parzelle nun festgestellt hatten.

Aus diesem Grund gehen wir einen Schritt weiter und möchten proaktiv und mit sinnvollen Massnahmen aus der Praxis die Insekten fördern. Wir sind angewiesen auf die Insekten, dass wissen die Landwirte. Nicht zuletzt kauften wir bis anhin jedes Jahr zu hunderten Hummeln aus Holland, welche unsere Tomaten in den Gewächshäusern bestäuben sollten. Aber wir sind überzeugt, das geht auch mit den hiesigen Bienen, Hummel und Co.

Unser Tun:

  • Zwischen unseren Gewächshäusern werden blumenreiche Beete angelegt. Diese sollen Bienen und Hummeln anlocken, die dann wiederum die Tomate in den Häusern bestäuben sollen.
  • Ca. jedes zehnte Beet in unserer Kohlparzelle ist mit der Nützlingskultur für Kohlgemüse bestellt. Damit sollen Nützlinge angezogen werden, die wiederum die Schädlinge wie z.B. die weisse Fliege im Feder- und Palmkohl bekämpfen sollen.
  • Auch unsere Blumenfelder sollen vergrössert werden, damit wir den Insektenbestand weiter forcieren können.
  • Mit den regenerativen Landwirtschaftsmethoden möchten wir den Humus aufbauen, CO2 einspeichern und so das Leben im Boden fördern.

Wir verstehen die essentielle Wichtigkeit der Insekten, daher machen sehr viel, um sie zu fördern und gleichzeitig helfen Sie uns gesunde Bioprodukte zu ernten.

Was können Sie tun?

Ganz einfach. Mit dem Abonnieren unserer SaisonBox, einkaufen am Wochenmarkt oder in unserem Hofladen, unterstützen Sie uns und wir können wiederum mehr in die Förderungen natürlicher Massnahmen investieren.

PS: Wir freuen uns, wenn wir die Investitionen in die Natur über den direkten Verkauf unserer Produkte decken können und nicht über Direktzahlungen – damit wird nur ein grosser, schwerer Büroapparat finanziert…

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Sonja & Markus und das ganze Team vom Bio HofMädertal